Adobe Photoshop läuft. Die Kolleg:innen kennen die Oberfläche. Die Ergebnisse stimmen.
Aber dann kommt die Buchhaltung und fragt: Können wir die Kosten da nicht etwas drücken? Und vielleicht fragen Sie sich in Zeiten digitaler Souveränität: Sollten wir uns denn wirklich von einer US-Firma abhängig machen, die versucht, den Markt mit ihrem Monopol zu erdrücken? Bald kommt vielleicht die Frage
Brauchen wir Photoshop wirklich?
Gerade in Marketing, Kommunikation, Webdesign oder interner Medienproduktion werden häufig ähnliche Aufgaben erledigt: Bilder zuschneiden, Farben korrigieren, Motive freistellen, Social-Media-Grafiken vorbereiten oder Produktfotos optimieren. Dafür ist Photoshop stark, aber nicht immer zwingend notwendig.
Affinity von Canva mit dem Arbeitsbereich/Studio „Pixel“ hat sich hier zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt. Die Software ist professionell, leistungsfähig und für viele typische Bildbearbeitungsaufgaben im Unternehmensalltag sehr gut geeignet.
Der Umstieg lohnt sich aber nicht automatisch für jedes Team. Entscheidend ist: Welche Aufgaben fallen bei Ihnen regelmäßig an, welche Workflows müssen funktionieren und wie sicher kann Ihr Team mit der neuen Software arbeiten?
Warum Affinity für Unternehmen interessant ist
Adobe Photoshop ist seit Jahren der Branchenstandard. Viele Agenturen, Fotograf:innen und Marketingabteilungen arbeiten damit. Die Software ist leistungsstark und tief in die Adobe-Produktwelt eingebunden.
Gleichzeitig schauen viele Unternehmen heute genauer auf ihre Softwarelandschaft. Laufende Kosten, neue Lizenzen, wachsende Teams und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern werden stärker hinterfragt.
Affinity bietet dafür einen spannenden Gegenentwurf. Die Software ist im Vergleich zu Photoshop deutlich günstiger: Die Grundfunktionen sind kostenlos, nur wenn Sie KI-Features nutzen wollen, müssen Sie ein CanvaPro-Abo abschließen (was Ihnen aber auch gleichzeitig CanvaPro mit all seinen Funktionen und eine sehr einfache Integration von Affinity und Canva bringt).
Diese Grundfunktionalität deckt alle Aufgaben ab, die im Arbeitsalltag regelmäßig vorkommen. Außerdem bietet Affinity neben dem Studio „Pixel“ zur Bildbearbeitung die Studios „Layout“ und „Vector“ als Alternativen zu Adobe InDesign und Illustrator.
Auch die Frage nach digitaler Souveränität spielt für manche Organisationen eine Rolle. Affinity wurde zwar von Canva übernommen, ist aber weiterhin eine Alternative außerhalb der klassischen Adobe-Struktur. Wer seine Tool-Landschaft bewusster aufstellen möchte, sollte Affinity deshalb zumindest prüfen.
Aus unserer Schulungspraxis wissen wir: Am Ende zählt nicht, welche Software auf dem Papier mehr Funktionen hat. Entscheidend ist, ob Ihr Team damit sicher, schnell und sinnvoll arbeiten kann.
Was Affinity Photo im Alltag gut kann

Affinity Photo ist kein kleines Einsteigerprogramm. Viele bekannte Konzepte aus Photoshop finden sich auch hier wieder: Ebenen, Masken, Auswahlwerkzeuge, Retusche, Filter, RAW-Entwicklung und Exportfunktionen.
Für typische Aufgaben in Marketing, Kommunikation und Medienproduktion eignet sich Affinity Photo sehr gut. Zum Beispiel für:
- Bildkorrekturen bei Helligkeit, Kontrast und Farbe
- Zuschnitt und Formatierung für Website, Newsletter oder Social Media
- Freisteller und Hintergrundbearbeitung
- Arbeiten mit Ebenen, Masken und Anpassungen
- Composings
- Entwicklung von RAW-Dateien
- Export für Web, Druck oder Präsentationen, besonders in Integration für Canva
Ein typischer Fall: Das Marketingteam braucht kurzfristig ein Beitragsbild für LinkedIn, eine Variante für die Website und eine kleinere Datei für den Newsletter. Mit den richtigen Grundlagen lässt sich das in Affinity effizient erledigen.
Wichtig ist nur: Die Software allein macht noch keinen guten Workflow. Erst wenn klar ist, welche Formate gebraucht werden, wo Dateien liegen und wer welche Aufgaben übernimmt, wird Bildbearbeitung wirklich effizient.
Wann sich der Umstieg auf Affinity besonders lohnt
Der Umstieg auf Affinity lohnt sich vor allem dann, wenn Ihr Team regelmäßig klassische Bildbearbeitung erledigt und Photoshop bisher eher aus Gewohnheit genutzt wird.
Besonders interessant ist Affinity für:
- Marketingteams & Kommunikationsabteilungen
- Bildungseinrichtungen
- Vereine und Verbände
- Verwaltungen
- kleinere Unternehmen
- interne Medien- oder Content-Teams
- Verlage
- Photograph:innen
Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn:
- Lizenzkosten günstiger und planbarer werden sollen
- Bilder für Website, Social Media, Newsletter oder Präsentationen erstellt werden
- neue Mitarbeitende ohnehin eingearbeitet werden müssen
- Bildbearbeitung stärker intern stattfinden soll
- einheitliche Arbeitsweisen im Team entstehen sollen
Gerade dieses „Wir machen nur schnell ein paar Bilder fertig“ kostet im Alltag oft mehr Zeit als gedacht. Bildgrößen anpassen, Motive freistellen, Farben korrigieren, Dateien exportieren, Varianten für verschiedene Kanäle erstellen: Das sind wiederkehrende Aufgaben.
Wenn diese Abläufe sauber geschult und strukturiert werden, spart Ihr Team Zeit und gewinnt Sicherheit. Hier punktet Affinity: es bietet alle Exportformate für Bilddaten (inkl. Photoshop-Format), die für den professionellen Workflow und den Datenaustausch mit Druckereien und Agenturen gebraucht werden,
Wie Sie den Softwarewechsel einfach gestalten.
Softwarewechsel scheitern selten an der Installation. Die eigentliche Herausforderung beginnt danach.
- Wo finde ich die bekannten Werkzeuge?
- Wie funktionieren Masken in Affinity?
- Wie öffne ich PSD-Dateien richtig?
Und so weiter und so fort. Solche Fragen kommen bei jedem Softwarewechsel vor. Wenn das Team jedoch wochenlang im Programm herumstolpert, eine Digital Native nach 2 Tagen alles kann und der langjährige Kollege nach 2 Wochen gerade einmal weiß, wie man Bilder exportiert, kriegen Sie Probleme.
Unsere Affinity-Schulungen bringen Struktur in den Umstieg. Teilnehmende lernen nicht nur einzelne Funktionen, sondern konkrete Arbeitsabläufe für ihren Alltag kennen.
Unserer Affinity Schulungen
In einer Schulung können zum Beispiel diese Themen behandelt werden:
- Orientierung in der Affinity-Oberfläche
- Unterschiede zu Adobe Photoshop
- Ebenen, Masken und Auswahlwerkzeuge
- Bildkorrektur und Retusche
- Freisteller und Composings
- Umgang mit PSD-Dateien
- Export für Website, Social Media, Druck und Präsentationen
- sinnvolle Workflows für wiederkehrende Aufgaben
- Bedienung der Studios „Layout“ und „Vector“ für Printmedien und Grafiken
Besonders für Teams ist das hilfreich. Wenn alle dieselben Grundlagen kennen, dieselben Begriffe nutzen und nach ähnlichen Standards arbeiten, wird die Zusammenarbeit deutlich einfacher.
Unsere praxiserfahrenen Dozent:innen zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Affinity im Arbeitsalltag einsetzen. Auf Wunsch arbeiten wir mit Ihren eigenen Beispielen, Dateien und Fragestellungen. So bleibt die Schulung nicht theoretisch, sondern passt zu dem, was Ihr Team wirklich braucht.
Fazit: Affinity lohnt sich, wenn Aufgaben und Team zusammenpassen
Affinity Photo ist für viele Unternehmen eine starke Alternative zu Adobe Photoshop. Besonders dann, wenn regelmäßig klassische Bildbearbeitungsaufgaben anfallen, Kosten bewusster geplant werden sollen und Teams eigenständiger arbeiten möchten.
Der wichtigste Erfolgsfaktor ist aber nicht die Software allein. Entscheidend ist, dass Ihre Mitarbeitenden sicher damit umgehen können. Wenn Ihr Team versteht, wie bisherige Photoshop-Aufgaben in Affinity umgesetzt werden, wird aus dem Softwarewechsel ein echter Produktivitätsgewinn.
Sie möchten prüfen, ob Affinity für Ihr Unternehmen der richtige Kurs ist?
Dann sprechen Sie uns gern an. Wir beraten Sie zu passenden Schulungsinhalten und zeigen Ihrem Team praxisnah, wie der Umstieg gelingt.




