Das offizielle Supportende für Windows 7 ist erreicht. Und jetzt?

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Autor: Thomas Bunte

Datum: 14. Januar 2020

Kategorie: News

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Lange war der Termin angekündigt und doch hat es anscheinend viele Anwender und Unternehmen “trotzdem überrascht” – ab dem 14. Januar 2020 stellt Microsoft für sein immer noch beliebtes Betriebssystem Windows 7 keine Updates und Sicherheitspatches mehr zur Verfügung.
Parallel werden auch keine Sicherheitsupdates mehr für die Server-Betriebssysteme Windows Server 2008 und 2008 R2 herausgegeben.
Jetzt könnte man denken das Windows 7 ja kaum noch in Verwendung ist – aber das ist weit gefehlt, man geht davon aus das in Deutschland immer noch rund 20 % aller Windowsrechner Windows 7 nutzen (Statcounter)! Weltweit sollen es sogar ca. 25% der Windowsanwender sein.

Das heißt, ab heute steigt das Risiko für Anwender infolge von Sicherheitslücken in Windows 7 Ihre Systeme mit Schadcode zu infizieren!

Denn neben Microsoft, werden auch Hersteller von Hard- und Software die Unterstützung von Windows 7 verringern bzw. ganz einstellen! Damit wird die Gefahr möglicher Sicherheitslücken und entsprechender Attacken darauf stetig anwachsen.
So spricht die Branche von  einer “tickenden Zeitbombe” für viele Anwender. Denn damit ist Windows 7 ein noch lohnenderes Angriffsziel für Hacker & Co. geworden.

Und die Hoffnung vieler Anwender, das das seit 2009 vertriebene Windows 7 als “bewährtes” System im Laufe der Zeit einen sicheren Standard erreicht hat und sozusagen positiv gereift sei, ist leider ein trügerischer Fehlschluss.
Das  lässt sich auch mit aktuellen Zahlen belegen: Die Datenbank „CVE Details“ listet seit der Veröffentlichung von Windows 7 2009 bis 2019 insgesamt 1283 Probleme auf. Aber davon wurden 641 erst in den letzten drei Jahren gefunden und im Jahr 2019 wurde mit 250 neu entdeckten Lücken sogar der bisherige Höchststand von 2017 übertroffen.
Und auch die Hoffnung sich mit Firewall oder Virensoftware abzusichern trügt, dies ist kein ausreichender Schutz vor den anwachsenden Bedrohungen für das System.

Um so schlimmer ist, dass jetzt schon klar ist das trotz dieser Gefahren, sowohl  private als auch Unternehmens-Anwender diese Risiken nicht ernst genug nehmen und es noch dauern wird bis es zu einer signifkanten Abnahme der Nutzerzahlen von Windows 7 kommt.

Traurig ist auch, dass diese Situation nicht neu ist – laut dem Sicherheitsanbieter ESET war schon die vorangegangene Umstellungswelle des Windows 7 Vorgängers Windows XP ein mahnendes Beispiel wie Hacker und Malware-“Produzenten” den Auslauf des Supports eines beliebten Betriebssystem als Angriffsfläche nutzen. Bis heute gebe es immer wieder Angriffsversuche gegen das Uralt-System, weil es eben noch immer von manchen benutzt wird, auf einem Sicherheitsniveau von 2014 – dem Zeitpunkt des Supports für XP.

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Temporäre, “teure” Lösung für Firmenkunden

 

Für Firmenkunden und Behörden gibt es zwar aktuell zumindest eine “Notfall-Lösung” – da sogenannte Extended Security Update-Program (ESU).
Microsoft bietet über dieses Programm an noch weitere 3 Jahre Sichheits-Patches für die Windows 7 Systeme zu erhalten. Aber Microsoft lässt sich diese Support-Verträge recht teuer bezahlen.
Nachdem Anfangs diese Lösung nur für Großkunden mit Volumenlizenz gedacht war, ist das Programm jetzt auch für klein und mittlere Unternehmen bestellbar. Informationen zum Programm finden sich auf einem entsprechenden Artikel bei heise.de.

Allgemeine Information zum Supportende und dem Optionen und Tipps für den Umstieg finden Sie hier:

Umstellung auf Windows 10 als sichere Lösung

Die dauerhaft sinnvollste Lösung ist aber der Umstieg auf das aktuelle Windows Betriebssystem Windows 10 – zumindest wenn man in der Windows Welt bleiben will.  Für mögliche Alternativen verweisen wir auf die folgenden Informationen auf heise.de: Das sind die besten Alternativen zu Windows 7.

Und so steigt akut die Zahl der Umstellungen bei Unternehmen und Privatanwender – oft auch gleich verbunden mit dem Wechsel des Officeprogramm aus dem Hause Microsoft, hinzu Office 365 bzw. der lokalen Lösung mit Office 2019.

Microsoft selber unterstützt das natürlich auch mit entsprechenden Informationen zu den möglichen Migrationspfaden und teilweise auch Angeboten für die Umstellung. Hier geht es zur entsprechenden Seite bei Microsoft. 

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Windows – Umsteigerschulung der WissensPiloten

 

Bei den WissensPiloten führen wir aktuell deswegen immer wieder Umsteiger-Schulungen für  Anwender durch, die gerne gebucht und aufgrund unserer praxisnahen und erfahrenen Dozent*innen auch erfolgreich durchgeführt werden.

 

So haben wir  unsere Schulung Umstieg auf Windows 10 und Office 2019. Diese vermittelt den Teilnehmern den schnellen Weg zu den neuen Microsoft Versionen von Windows und der Officeprodukte –  nützliche Funktionen sowie hilfreiche Praxis- und Anwendertipps und ermöglicht so ein zielgerichtetes und effizientes Arbeiten mit den neuen Tools.

 

Mehrheitlich haben wir in den letzten Monaten aber immer wieder in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen spezielle Schulungen konzipiert, wo z.B. größere Anwendergruppen in speziell auf die Ansprüche des Unternehmens angepassten Schulungen der Einstieg in den Umstieg erleichtert wurde.

 

  • Kurze, halbtägige Impulsvorträge  mit zusätzlichem digitalem Schulungsmaterial zu den Unterschieden zwischen Windows 10 und Windows 7.
  • Gemeinsame Schulungen für den Umstieg von Windows 7 auf Windows 10 und von älteren Office-Versionen auf die Version Office 365 oder Office 2019.

Alle diese Schulungen werden in enger Absprache zwischen Ihrem WissensPiloten Kundenberater, Ihrer zuständigen Fachabteilung und unsere praxiserfahrenen Dozent*innen erarbeitet und eng auf Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse im Unternehmen angepasst.

Ein hilfreicher Service – Evaluation des Wissenstands

Gerne bieten wir unseren Kunden auch an,  eine Evaluierung des Wissensstandes Ihrer Mitarbeiter*innen mit einer entsprechenden Online-Umfrage durchzuführen.
Nach Ablauf stellen wir die Ergebnisse zur Verfügung, die dann gemeinsam die Basis für die genaue inhaltliche Planung der Schulung gemeinsam mit unserem Berater, Ihrer Fachabteilung und ggfs. auch mit unseren Dozent*innen ist.

Kontaktieren Sie uns einfach: Telefon: 05210999973-60 oder info@wissens-piloten.de

Beispiel für eine Evaluation des Wissenstands – hier für Microsoft Powerpoint.

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